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Banken-Rettung kostet Italien 6,6 Milliarden Euro



Der Rettungsplan für die seit Jahren kriselnde Banca Monte dei Paschi di Siena (BMPS) wird den italienischen Staat 6,6 Milliarden Euro kosten.

Das teilte am Donnerstagabend die italienische Zentralbank mit. Insgesamt benötigt die Bank nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) 8,8 Milliarden Euro frisches Kapital für ihre Rettung.

epa05667678 (FILE) A file photo dated 26 March 2016 showing people chatting in front of Sallustio Bandini's monument, in front of the Banca Monte dei Paschi di Siena (BMPS or MPS) headquarters, in Piazza Salimbeni (Salinbeni Square), in Siena, Italy. According to media reports on 09 December 2016, the European Central Bank (ECB) has rejected Monte dei Paschi's request for more time to raise capital.  EPA/MATTIA SEDDA

Die Banca Monte dei Paschi di Siena in Siena. Bild: MATTIA SEDDA/EPA/KEYSTONE

Demnach schiesst der italienische Staat 4,6 Milliarden Euro direkt zu. Rund zwei Milliarden Euro kämen dazu, um die rund 42'000 Kleinanleger zu entschädigen, deren nachrangige Anleihen im Zug der Rettung in Aktien umgewandelt werden.

Die zu den 8,8 Milliarden Euro fehlenden 2,2 Milliarden Euro müssen institutionelle Anleger tragen - auch ihre Anleihen werden in Aktien umgewandelt; der Wertverlust soll ein Viertel betragen.

Italiens drittgrösste Bank und das älteste Geldinstitut der Welt ächzt unter einem riesigen Berg fauler Kredite. Darlehen im Gesamtvolumen von rund 45 Milliarden Euro werden vermutlich niemals zurückgezahlt. Beim Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) Ende Juli schnitt die BMPS am schlechtesten ab.

Die EZB hat der Bank Zeit bis zum 31. Dezember gegeben, um ihre Finanzlage zu verbessern - ansonsten droht die Abwicklung. Die italienische Regierung zurrte bereits einen 20 Milliarden Euro schweren Rettungsfonds für Banken fest. Als erste soll die BMPS davon profitieren.

(sda/afp)

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