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Fraunen und Geld Dezember 2020

Damit es 2021 ordentlich aufwärts geht. Bild: shutterstock.com

Frauen und Geld

5 Tipps, wie du mit einem «Geldputz» deine Finanzen auf Kurs bringst

Wie du mit einem Geldputz schon im Januar viel Zeit sparen kannst.

Olga Miler
Olga Miler



2020 hat unser Leben ordentlich auf den Kopf gestellt. Doch jetzt ist bald das neue Jahr da – ein bisschen wie ein unbeschriebenes Blatt, auf das man neue Hoffnungen, Ziele und Wünsche projizieren kann.

Egal ob du grosse Pläne hast, oder 2021 auf dich zukommen lässt, es hat Einfluss auf dein Geld. Mit einem einfachen Geldputz schon im Januar bringst du deine Finanzen auf Kurs, sparst Zeit und bist bestens aufgestellt.

Vielleicht hat dieses Jahr neue unerwartete Herausforderungen oder Chancen gebracht? Deine Kasse hat noch Nachwehen vom Dezember? Oder du möchtest im 2021 mit neuen Ideen durchstarten? Was auch immer deine Ziele sind, mit Geld ist es ähnlich wie mit den anderen Vorsätzen: Es braucht ein bisschen Disziplin, aber vor allem auch einen guten Start und Plan, damit es nicht beim Vorsatz bleibt.

5 Tipps, wie du im Januar deine Finanzen auf Kurs bringst und viel Zeit sparst:

Reserviere ein Zeitfenster

Um durch den Finanzkram zu gehen, braucht es etwas Zeit. Damit es nicht beim Vorsatz bleibt, reserviere ein Zeitfenster von 2–4 Stunden, am besten schon Anfang Januar. Dann müssen sich viele von uns eh mit den Steuern befassen und es geht in einem. Einplanen, im Kalender notieren, umsetzen.

Wirf einen Blick zurück

Wo ist dein Geld im 2020 hin? Egal ob du ein Budget hast oder nicht, schau mal, was dein Geld letztes Jahr so gemacht hat. Wofür hast du am meisten ausgegeben? Was hat dir Freude gemacht? Gibt es Ausgaben, die du dieses Jahr nicht mehr brauchst? Irgendwelche Fristen verpasst? Gibt es Sparpotenziale? Notiere alles, was du im 2021 anders machen möchtest. Dabei geht es nicht um «richtig» oder «falsch», sondern vor allem darum, ein Gefühl dafür zu bekommen, was mit deinem Geld passiert.

Schaff Ordnung und sammle alle Dokumente

Mit den digitalen Möglichkeiten steigt auch die Anzahl Tools und wo wir überall unser Geld haben. Schaff Ordnung und eine Übersicht. Leider haben wir in der Schweiz noch keine wirklichen Open-Banking-Standards, die es wirklich erlauben würden, ein einziges Tool dafür zu nutzen, mit dem man mehrere Bankkonten und Plattformen verlinken kann (wenn jemand eines kennt, dankbar für den Tipp). Somit bleiben Spreadsheets, Notizzettel und die Steuererklärung vom letzten Jahr. Egal was du nutzt, eine klare Übersicht, wo du überall dein Geld parkiert hast, hilft der Übersicht und auch bei der Erstellung der diesjährigen Steuererklärung.

Falls du in Wertschriften angelegt hast, schau, was es gebracht hat

War deine Anlage gut oder hat es noch Raum nach oben? Vergleich sie mit einem Index, z. B. dem MSCI World, dem SMI oder einem anderen Index, der deiner Anlage am nächsten kommt. Wichtig ist, dass du den Vergleich mit einem ähnlichen Risikoprofil machst, wie es deine Anlage aufweist. Der MSCI World hat z. B. per 30. November 14,52% in den davorliegenden 12 Monaten gutgemacht. Was hat deine Anlage gebracht? Welche Gebühren bezahlst du? Könnte mehr drin liegen, wenn du den Anbieter wechselst? Daten gibt es z. B. bei Swissfunddata, Bloomberg, Morningstar, aber auch in der Dokumentation der verschiedenen Anbieter.

Für einen Schnelltest empfiehlt z. B. Swiss Banking Lawyers folgende Fragen:

Vorsorge und langfristige Anlagen – machen!

Wenn du für 2021 planst, Geld anzulegen oder deine Säule 3a in Wertschriften zu investieren, lohnt es sich, dies so früh wie möglich im Jahr zu machen. So hat dein Geld länger Zeit zu arbeiten, als wenn du z. B. erst im Dezember 2021 einzahlst. Gestaffelt über einen Zeitraum geht selbstverständlich auch, aber Aufschieben auf das Jahresende lohnt sich nicht. Daueraufträge, Transfers und falls notwendig Anbieterwechsel, wenn möglich, durchziehen.

Wie auch immer deine Ziele für 2021 aussehen, mit einem Geld-Putz im Januar hast du Übersicht, Ordnung und bereits einen Vorsatz in die Tat umgesetzt.

Auch «Frauen & Geld» wird sich im Neuen Jahr wandeln. Vielen Dank an alle, die lesen, und für die zahlreichen Inputs und Kommentare. Wir haben für 2021 «Frauen & Geld» einem Upgrade unterzogen und starten mit neuem Titel am 7. Januar 2021. Bis dahin guten Rutsch 😉.

Das sind übrigens die beliebtesten Neujahrsvorsätze:

Die beliebtesten Neujahrsvorsätze

quellen statista.com, intervista.ch, beast.unibas.ch bild: olga miler für watson

Neujahrsvorsätze

Laut Umfragen haben 35 Prozent der SchweizerInnen einen oder mehrere Neujahrsvorsätze. Die beliebtesten Wünsche gemäss verschiedenen Studien aus Deutschland, Amerika und der Schweiz findest du im Bild oben.

Geschlechterspezifische Unterschiede in der Schweiz konnte man vor allem bei dem Wunsch, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, feststellen: Hier äusserten 20 Prozent der Männer diesen Wunsch – aber nur 11 Prozent der Frauen.

3 Gründe, warum 8 von 10 Neujahrsvorsätzen scheitern

Wie verschiedene Daten zeigen, werden 80–90 Prozent aller Neujahrsvorsätze nie in die Tat umgesetzt.
Gründe dafür gibt es verschiedene, hier die wichtigsten:

Unverbindliche Formulierung: Psychologen empfehlen, weniger, dafür aber verbindliche Ziele zu setzen und diese mit einer Frist zu versehen. Was willst du bis wann erreichen?

Zu viel auf einmal: Wenn deine Ziele zu gross und zu hochgesteckt sind, dann siehst du weniger Fortschritte und die Motivation bleibt auf der Strecke.

Persönliche Motivation fehlt: Vielleicht ist das Ziel klar, aber was es dir wirklich bringt, nicht so ganz. Sparen, aber wofür? Wenn deine persönliche Motivation und das erwartete Endresultat nicht klar sind, ist es einfacher, aufzugeben.

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bild: zvg

Olga Miler ...

... war über zehn Jahre in verschiedenen Funktionen bei der UBS tätig, unter anderem hat sie dort das Frauenförderungsprogramm Unique aufgebaut. Jüngst gründete sie das Start-up SmartPurse, eine Plattform, auf der sie digitale Kurse, Workshops und Coachings zum Thema Finanzen für Frauen anbietet.

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