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Ombudsstelle der SRG gibt Rätoromanen recht



Schweizer Radio und Fernsehen SRF will bis im Jahr 2022 116 Vollzeitstellen einsparen.

Rüffel kassiert: SRF Bild: sda

Das Rätoromanische in einer Sendung über die Mehrsprachigkeit mit keinem Wort zu erwähnen, verletzt bei der SRG das Sachgerechtigkeitsgebot. Die Lia Rumantscha in Chur, der Dachverband der rätoromanischen Sprachverbände, intervenierte erfolgreich bei der Ombudsstelle der SRG Deutschschweiz.

Unerwähnt blieb die vierte Landessprache am 8. Juli dieses Jahres in der 17 Minuten dauernden Sendung «Tagesgespräch» auf Radio SRF#1. Thematisiert worden war darin die Mehrsprachigkeit in der Schweiz. Wie die Lia Rumantscha am Montag mitteilte, stiess sie mit ihrer Beanstandung auf volles Verständnis.

Das Rätoromanische zu verschweigen und das italienischsprachige Graubünden nicht zu erwähnen, sei mehr als ein Fehler gewesen, räumte die Beschwerdestelle ein. Die Lia Rumantscha zeigt sich mit der erhaltenen Stellungnahme zufrieden und verzichtet darauf, die Beschwerde an die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen UBI weiterzuziehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Rätoromaninnen und Rätoromanen bei der SRG in Beiträgen über Sprachen vergessen gehen. Vor rund vier Jahren sah sich die Lia Rumantscha veranlasst, die Ombudsstelle zu kontaktieren, weil die «Tagesschau» von SRF die vierte Landessprache in einem Bericht über die Vier- und Vielsprachigkeit der Schweiz nicht erwähnt hatte. (aeg/sda)

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