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Passers-by cross Paradeplatz square in Zurich, Switzerland, pictured on July 8, 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Passanten gehen ueber den Paradeplatz in Zuerich, aufgenommen am 8. Juli 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Paradeplatz in Zürich: Blick auf die Schweizer Banken-Hochburg. Bild: KEYSTONE

Bankensterben in der Schweiz geht weiter

Weissgeldstrategie und Regulierung zwangen viele Banken in die Knie. Dazu kommt nun Fintech-Konkurrenz.

tommaso manzin / Aargauer Zeitung



Im Vergleich zu 2007 gibt es rund 25 Prozent weniger Banken in der Schweiz. In Liechtenstein hat sich ihre Anzahl derweil kaum verändert, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Beratungsfirma PwC hervorgeht.

Ähnlich sieht es bei der Profitabilität aus: Den Schweizer Geldhäusern blieben im Vergleich zum Jahr vor Ausbruch der Finanzkrise 2008 unter dem Strich 30 Prozent weniger Ertrag aus Vermögensverwaltung. In Liechtenstein sind es 10 Prozent weniger als in den damals noch «fetten» Jahren. Allerdings sehen das die Autoren der Studie nicht als gute Nachricht für Liechtenstein. Dort stehe die Konsolidierung nämlich erst noch an.

Es geht auch ohne Bankgeheimnis

Dass es auch ohne Bankgeheimnis geht, zeigen die verwalteten Vermögen. Ihre Summe hat sich kaum verändert. Ja, die Banken konnten mehr neues Geld anziehen als altes abfloss. Beide Finanzplätze konnten sich auch in Zeiten des automatischen Informationsaustauschs (AIA) als Vermögensverwaltungszentren behaupten. Dennoch, der Trend zur Konsolidierung wird sich gemäss den PwC-Experten fortsetzen. So dürfte die Anzahl der Vermögensverwaltungsbanken hierzulande in den nächsten drei bis fünf Jahren auf unter 100 fallen (Stand 2015: 136).

Nicht nur werde der regulatorische Druck für Zusatzkosten sorgen. Die PwC-Experten raten den Instituten, die Kundenbindung über eine persönliche Beratung sowie innovative Produkte und Dienstleistungen zu erhöhen. Auch das wird kosten. Zudem drängen Fintech-Anbieter mit innovativen Angeboten in den Markt und stellen bestehende Bankenmodelle infrage. Bei den beiden Schweizer Grossbanken verdichten sich die Anhaltspunkte bereits, dass sie in Sparlaune sind.

UBS-Vermögensverwaltungschef Jürg Zeltner erklärte gegenüber der «Finanz und Wirtschaft», das im letzten Juli angekündigte Sparprogramm sei zwar mehrheitlich umgesetzt. Nachdem bis letzten September 400 Stellen in der Vermögensverwaltung abgebaut wurden, werde die Reduktion bis Ende Jahr aber dennoch nochmals deutlich ausfallen.

Ähnlich CS-Chef Tidjane Thiam: Mit Blick auf den Investorentag vom 7. Dezember kündigte er abermals ambitioniertere Sparbemühungen an. Wie sich das auf den Personalbestand auswirkt, blieb vorerst unklar. Thiam betonte aber, noch viel mehr tun zu können, um zu sparen. Man stehe erst am Anfang.

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