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Spar-Hammer bei der Swiss: 780 Personen werden entlassen, Flotte um 15% verkleinert



ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS DER BUNDESRAT SCHWEIZER AIRLINES MIT 1,3 MILLIARDEN FRANKEN HELFEN WILL - Parked planes of the airline Swiss at the airport in Duebendorf, Switzerland on Monday, 23 March 2020. The bigger part of the Swiss airplanes are not in use due to the outbreak of the coronavirus. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die Swiss hat angekündigt, viele Mitarbeitende aus wirtschaftlichen Gründen zu entlassen. Bild: KEYSTONE

Die Fluggesellschaft Swiss wartet mit einem Paukenschlag auf: Bis zu 780 Angestellte sollen in einem Restrukturierungsprogramm entlassen werden. Zudem soll die Flotte gegenüber 2019 um bis zu 15 Prozent verkleinert werden. Ein Konsultationsverfahren wurde eingeleitet

Laut der Swiss sind diese drastischen Massnahmen «aufgrund der anhaltenden weltweiten Corona-Pandemie und den daraus resultierenden strukturellen Veränderungen im Markt unumgänglich.» Mittelfristig erwartet die Swiss bei der Gesamtnachfrage einen strukturellen Rückgang von 20 Prozent. Durch die Massnahmen sollen insgesamt rund 500 Millionen Franken eingespart werden.

Die Swiss schreibt weiter:

«Dies [der Abbau der Flotte] hätte unter Berücksichtigung des seit 2020 eingeleiteten Stellenabbaus über freiwillige Massnahmen und durch natürliche Fluktuation eine Reduktion von insgesamt rund 1700 Vollzeitstellen zur Folge, was einem Minus von über 20 Prozent entspräche. Von betrieblichen Kündigungen wären potenziell bis zu 780 Mitarbeitende am Boden und beim Fliegenden Personal betroffen.»

Bis Ende 2021 werde die Swiss mehr als 1000 Vollzeitstellen durch natürliche Fluktuation und freiwillige Massnahmen abgebaut haben. Ein weiterer Personalabbau sei voraussichtlich dennoch nicht zu vermeiden, heisst es weiter.

Im Rahmen der nun beabsichtigten Redimensionierung könnten bis zu 780 Mitarbeitende (650 Vollzeitstellen) betroffen sein, davon rund 200 beim Bodenpersonal, 60 in der Technik, 400 beim Kabinenpersonal und 120 im Cockpit. Ein Konsultationsverfahren wurde eingeleitet.

Die Swiss will sämtliche Auflagen des Bundes im Zusammenhang mit dem verbürgten Bankenkredit trotz der sich abzeichnenden Restrukturierungsmassnahmen einhalten. Und an den Standorten in Zürich und Genf soll festgehalten werden.

«Es zeichnete sich immer klarer ab, dass sich der Markt strukturell verändern wird und trotz frühzeitig eingeleiteter Massnahmen unsererseits eine Restrukturierung von Swiss leider unumgänglich zu sein scheint.»

Dieter Vranckx, CEO von Swiss

Auf der Kurz- und Mittelstrecke würde sich die Anzahl Flugzeuge durch die Ausflottung von Maschinen der Airbus A320-Familie und der Reduktion im Wetlease-Bereich demnach von 69 auf 59 reduzieren. Im Langstreckenbereich beabsichtigt Swiss die Flotte von 31 auf 26 Flugzeuge zu verkleinern. Dabei würden fünf Flugzeuge aus der Airbus-Familie ausser Betrieb genommen werden.

Die Gewerkschaft VPOD sagt, sie wolle sich im Rahmen des Konsultationsverfahrens dafür einsetzen, dass die Swiss ihre risikoreiche Strategie nochmals überdenkt. Aktuelle Studien zeigten positive Szenarien für den Luftverkehr. Bereits Ende 2021 könnte ein ähnliches Niveau im Luftverkehr wie vor der Krise erreicht werden, heisst es von der Gewerkschaft.

(aeg/awp/sda)

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