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Beschattungsaffäre: Finma eröffnet Verfahren gegen Credit Suisse



Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma hat im Nachgang der «Beschattungsaffäre» bei der Credit Suisse ein sogenanntes Enforcementverfahren eingeleitet. Die Grossbank sicherte ihre volle Kooperation zu.

ARCHIVBILD ZU DEN QUARTALSZAHLEN DER CREDIT SUISSE --- Der ehemalige Sunrise Tower in Zuerich Oerlikon traegt neuerdings den Schriftzug der Credit Suisse, aufgenommen am Mittwoch, 12. Mai 2010. Die Leuchtreklamen wurden vor wenigen Wochen ausgewechselt, weil die Firma Sunrise aus dem Turm ausgezogen ist und stattdessen die Grossbank Credit Suisse mit rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorab aus IT-Abteilungen dort eingezogen ist. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Ungemach für die Credit Suisse. Bild: KEYSTONE

Die Credit Suisse hatte ihren früheren Star-Manager Iqbal Khan durch Privatdetektive überwachsen lassen. Die Beschattung flog auf und führte dazu, dass verschiedene Führungskräfte die Bank verlassen mussten – auch Konzernchef Tidjane Thiam.

Die Finma werde über den Abschluss des Enforcementverfahrens informieren, äussere sich während des laufenden Verfahrens aber nicht weiter zu dessen Inhalt oder zum möglichen Zeitpunkt des Abschlusses, teilte die Finanzmarktaufsicht am Mittwoch mit. Erfahrungsgemäss nähmen solche Verfahren mehrere Monate in Anspruch.

Die Finma hatte bereits vor einem halben Jahr im Rahmen ihrer Abklärungen im Kontext dieser Affäre eine Prüfbeauftragte bei der Credit Suisse eingesetzt. Diese untersuchte aufsichtsrechtlich relevante Sachverhalte im Zusammenhang mit Beschattungsaktivitäten der Bank. Die Untersuchung der Prüfbeauftragten sei inzwischen abgeschlossen, schreibt die Finma weiter.

CS will kooperieren

Die Credit Suisse nehme den Entscheid der Finma zur Kenntnis, schreibt die Bank in einer ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme. Die Bank werde vollständig mit der Finma kooperieren und sei entschlossen, gemeinsam mit der Aufsichtsbehörde aktiv auf eine «lückenlose und zügige» Aufarbeitung dieser Angelegenheit hinzuarbeiten und daraus resultierende Erkenntnisse adäquat zu adressieren.

Die Beschattung von Mitarbeitenden gehöre nicht zur Kultur der Bank, betonte das Institut. Wie die Finma will sich auch die CS bis zum Abschlusses des Enforcementverfahrens nicht mehr zu dem Thema äussern. (awp/sda)

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