Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Am Wochenende ist Party am Nachthimmel: So siehst du die Sternschnuppen am besten



Gerade einmal zwei Wochen nach der längsten totalen Mondfinsternis des Jahrhunderts dürfen sich Himmelsgucker am kommenden Wochenende auf ein weiteres Highlight des astronomisches Jahres freuen: Der alljährliche Sternschnuppenstrom der Perseiden erreicht in der Nacht von Sonntag auf Montag seinen Höhepunkt.

Stars and shooting stars are pictured during the annual perseids meteor shower, with the Drusenfluh mountain (2827 meter above sea level), on Thursday, August 13, 2015, in St. Antoenien in the canton of Grisons, Switzerland. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Sterne und Sternschnuppen erhellen den Nachthimmel ueber der Drusenfluh (2827 Meter), waehrend dem jaehrlichen Meteorstrom der Perseiden, aufgenommen am Donnerstag, 13. August 2015, in St. Antoenien. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Der Perseidenstrom im Jahr 2015 von der bündnerischen Drusenfluh aus gesehen. Bild: KEYSTONE

Wann kann ich die meisten Sternschnuppen sehen?

Die beste Beobachtungszeit für die Sommermeteore sind der späte Sonntagabend und der frühe Montagmorgen. Aber auch in den Nächten vor und nach dem Perseidenmaximum lohnt ein Blick zum Nachthimmel: Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag können viele Sternschnuppen beobachtet werden.

Und wie stehen denn die Chancen, tatsächlich Sternschnuppen zu sehen?

Ausgezeichnet. Am Samstag ist Neumond, deshalb wird kein Mondlicht die Beobachtung der Augustmeteore stören. Was bewirkt, dass bei wolkenfreiem Nachthimmel am Wochenende deutlich mehr Perseidenmeteore zu sehen sein werden als im Vorjahr. Damals überstrahlte der helle Mond nämlich viele lichtschwächere Meteore.

Wie viele Sternschnuppen sind am Himmel?

Fachleute rechnen zum Höhepunkt des Perseidenstroms mit bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde. Ein realistischer Durchschnittswert dürfte bei rund 60 Meteoren liegen – also etwa einer Sternschnuppe pro Minute.

Wie kann ich die Sternschnuppen am besten beobachten?

Animiertes GIF GIF abspielen

Eine besondere Ausrüstung brauchst du für die Beobachtung der Perseiden nicht – ein Liegestuhl oder eine Isomatte und eine gute Rundumsicht reichen aus. Die besten Beobachtungsmöglichkeiten bietet ein Platz fernab der von Kunstlicht durchfluteten Städte. Ab in die Berge, vielleicht?

Kann man die Sternschnuppen fotografieren?

Klar. Mit dem Handy wird das aber schwierig. Am besten benutzt du ein Stativ und eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv. Bei der Kamera wählst du eine Langzeitbelichtung. Idealerweise nutzt du den Selbstauslöser, damit die Kamera beim Abrücken nicht wackelt.

Wie entstehen die Sternschnuppen eigentlich?

Auf ihrer Bahn kreuzt die Erde alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Reise um unser Zentralgestirn zurückliess. Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur des Kometen, dringen die oft nicht einmal stecknadelkopfgrossen Partikel mit fast 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein. In einer Höhe von 80 bis hundert Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden.

Und woher kommt ihr Name?

Ihren Namen haben die Sommermeteore vom Sternbild Perseus. Dort liegt der scheinbare Ausgangspunkt der Perseidenmeteore, der sogenannte Radiant. In Wahrheit kommen die Sternschnuppen aber aus der unmittelbaren Erdumgebung. Im Volksmund heissen die Augustmeteore auch «Laurentiustränen». Der Name erinnert an den Heiligen Laurentius, der am 10. August 258 den Märtyrertod starb. Seither soll es der Legende zufolge an diesem Tag stets feurige Tränen vom Himmel geregnet haben.

Noch was?

Am Wochenende können Beobachter in einigen Weltregionen ein weiteres Himmelsschauspiel bewundern: Über der Arktis und Teilen Asiens verfinstert sich am Samstag ein Teil der Sonnenscheibe. In Europa ist diese partielle Sonnenfinsternis allerdings nicht zu sehen. (sda/afp)

Auch schampar schön: Nordlichter

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Warten auf Bond... James Bond

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Heute findet ein Himmelsspektakel statt, das es seit 800 Jahren nicht mehr gab

Heute Abend um 19:37 Uhr mitteleuropäischer Zeit werden Jupiter und Saturn fast auf einer Linie mit der Erde liegen.

Jupiter und Saturn – diese Gasriesen sind mit Abstand die grössten Planeten unseres Sonnensystems. Sie sind die beiden inneren der vier äusseren Planeten (ohne den Zwergplanet Pluto), die die Sonne ausserhalb des Asteroidengürtels umkreisen. Der Jupiter, nach dem Mars von der Sonne aus gesehen der fünfte Planet, umkreist diese in knapp zwölf Jahren einmal; der Saturn benötigt für einen Umlauf gut 29 Jahre.

Diese unterschiedlichen Umlaufzeiten führen dazu, dass der schnellere Jupiter den Saturn …

Artikel lesen
Link zum Artikel