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As the moon completely crosses the earth's shadow, the first of four total lunar eclipses, called the Blood Moon, occur in Whittier, Ca., USA on Tuesday, April 15, 2014. (AP Photo/Nick Ut )

Bei einer Mondfinsternis verdunkelt sich unser Trabant, wird aber in aller Regel nicht völlig unsichtbar.  Bild: AP/AP

Am Montag gibt es wieder einen Super-Blutmond – was du dazu wissen solltest

Lea Senn, Daniel Huber

Ein besonderes Himmelsspektakel steht in der Nacht auf Montag an: Der Blutmond ist zurück. Alles Wissenswerte dazu gibts hier.



Nachdem Jahrhundert-Blutmond im Juli 2018 gerät der Vollmond am Montagmorgen schon wieder in den Kernschatten der Erde. Beginnen tut das Spektakel um 4.34 Uhr, um 5.41 ist die Finsternis auf ihrem Höhepunkt. Um 7.51 Uhr ist der ganze Spuk wieder vorbei.

Aber wie kommt es überhaupt zu einer Mondfinsternis?

Im All dreht sich eine ganze Menge. Die Erde dreht sich um sich selbst, zugleich umkreist sie die Sonne, während sie selber vom Mond umkreist wird. Dieses komplexe Zusammenspiel von Drehungen bestimmt, welcher Himmelskörper wann und wo vom Licht der Sonne beschienen wird. Der Mond leuchtet selber nicht; was wir als Mondschein wahrnehmen, ist reflektiertes Sonnenlicht.

Der Perigaeums-Vollmond geht ueber der Mederger Flue oberhalb Langwies im buenderischen Schanfigg auf am Samstag, 9. August 2014. Im Durchschnitt tritt ein Perigaeums-Vollmond alle 13 Monate einmal auf, in diesem Jahr aber gibt es ihn gleich drei Mal in Folge: Im Juli, August und September. Der Vollmond am 10. August 2014 wird aber der groesste und hellste Vollmond des Jahres sein. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Nur reflektiertes Sonnenlicht: Vollmond im August 2014 im Bündnerland.   Bild: KEYSTONE

Wenn die gesamte Mondscheibe hell und rund als Vollmond am Himmel steht, blicken wir aus der gleichen Richtung auf unseren Trabanten, aus der das Sonnenlicht kommt. Bei dieser Konstellation, die man Opposition nennt, stehen Sonne, Erde und Mond auf einer Linie; das heisst, Sonne und Mond befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten der Erde. Eigentlich müsste in diesem Fall die Erde dem Sonnenlicht im Weg stehen und den Mond mit ihrem Schatten verdunkeln. Das geschieht tatsächlich, allerdings nur selten – eben dann liegt eine Mondfinsternis vor.

Der kegelförmige Erdschatten, der naturgemäss immer von der Sonne wegzeigt, läuft in rund 1,4 Millionen Kilometer Entfernung von der Erde in einer Spitze aus. Die Mondbahn verläuft weit näher bei der Erde, der Kernschatten (Umbra) der Erde ist in Mondentfernung allerdings schon rund achtmal kleiner. Gleichwohl übertrifft der Durchmesser des Kernschattens jenen des Mondes um beinahe das Dreifache. Der Halbschatten (Penumbra), der den Kernschatten wie ein Ring umgibt, ist in dieser Entfernung etwa so breit wie ein Monddurchmesser (knapp 3500 Kilometer).  

Dass der Mond normalerweise nicht in den Kernschatten der Erde gelangt, liegt daran, dass seine Bahn nicht genau auf der gleichen Ebene wie die Erdumlaufbahn (Ekliptik) liegt, sondern ihr gegenüber um etwa fünf Grad geneigt ist. Im Extremfall ist der Mond 37'000 Kilometer von der Ekliptik entfernt und zieht ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbei. Nur in zwei Punkten (den sogenannten Knoten) schneidet seine Bahn bei jedem Umlauf die Ekliptikebene. Zu einer Mondfinsternis kommt es immer dann, wenn ein Vollmond nahe genug an einen dieser beiden Schnittpunkte kommt. Diese Konstellation tritt pro Jahr etwa zweimal ein.

Infografik Konstellationen Mondfinsternis

Die Mondbahn ist gegenüber der Erdbahn geneigt. Bei 1 und 4 befindet sich der Vollmond in der Nähe der Ekliptikebene, bei 2 und 3 der Neumond. Dieser steht dann von der Erde aus gesehen vor der Sonne.
(Die Grafik ist nicht massstabsgetreu und die Neigung der Mondbahn ist vergrössert dargestellt.) 
Grafik: watson

Gibt es verschiedene Mondfinsternisse?

Es gibt unterschiedliche Typen von Mondfinsternissen – je nachdem, durch welche Teile des Erdschattens der Mond zieht: 

Bei der Mondfinsternis am 27. Juli handelt es sich um eine totale Kernschattenfinsternis. 

Teaserbild Mondfinsternis

Der Kernschatten der Erde ist kegelförmig und läuft in rund 1,4 Millionen Kilometer Entfernung von der Erde in einer Spitze aus. Die durchschnittliche Distanz der Mondbahn zur Erde beträgt rund 385'000 Kilometer.
(Die Grafik ist nicht massstabgetreu.)  
Grafik: watson

Und warum spricht man von einem «Blutmond»?

Auch wenn der Mond vollständig im Erdschatten steht, bleibt er in aller Regel sichtbar, nimmt aber eine dunklere Färbung an. Diese kann von dunkelgelb über orange bis rötlich-braun reichen. Dieses Phänomen wird «Blutmond» genannt.

Er entsteht durch das Streulicht der Sonne, das durch die Erdatmosphäre in den Schattenkegel hinein gebrochen wird. Die Moleküle in der Atmosphäre filtern zudem die kurzwelligen blauen Anteile des Lichts stärker, sodass vor allem langwelliges rotes Licht den Mond erreicht und beleuchtet. 

Fotografieren ist aber nicht so einfach! Dein #Blutmond war Quatsch. Die Bilder:

(Mit Material der SDA)

So sah der Blutmond im Oktober 2014 aus:

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Video: srf

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