Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Erde bei Nacht vom All aus fotografiert. Sichtbar sind die USA und Kanada.

Nordamerika in der Nacht vom All aus gesehen. Stand: heute. Bild: shutterstock.com

So wird die Weltbevölkerung im Jahr 2100 aussehen



Fast elf Milliarden Menschen könnten im Jahr 2100 auf der Erde wohnen: Für den Weltbevölkerungsbericht haben Uno-Experten Schätzungen aus 235 Ländern und Regionen ausgewertet. Aber wo leben sie und wie sie die Alterstruktur aus? Zeit für einen detailierteren Blick in die Zukunft.

So wächst die Bevölkerung der Schweiz

Im Jahr 1950 lebten rund 4,7 Millionen Personen in der Schweiz. Heute sind wir bei rund 8,5 Millionen. Die UNO hat geschätzt, wie sich diese Zahl bis ins Jahr 2100 verändern wird. Vergleiche sie mit deiner eigenen Schätzung (Zahlen in Tausend Personen):

Hier werden die Menschen leben

Rund 10,8 Milliarden Menschen werden laut dem UNO-Bericht im Jahr 2100 unsere Erde bevölkern. Interessant dabei: Über die Hälfte der Bevölkerung wird in nur 10 Ländern wohnen, der grösste Teil davon in Indien, das China als bevölkerungsreichstes Land ablösen wird.

  1. Indien: 1'450 Millionen (13,3%)
  2. China: 1'065 Millionen (9,8%)
  3. Nigeria: 733 Millionen (6,7%)
  4. USA: 434 Millionen (4,0%)
  5. Pakistan: 403 Millionen (3,7%)
  6. Kongo: 362 Millionen (3,3%)
  7. Indonesien: 321 Millionen (3,0%)
  8. Äthiopien: 294 Millionen (2,7%)
  9. Tansania: 286 Millionen (2,6%)
  10. Ägypten: 225 Millionen (2,1%)

Hier wohnt die Bevölkerung der Welt 2019 und 2100 (ziehe den Slider seitlich hin und her) grafik: watson, daten: uno

Die Schweizer Bevölkerung wird laut Studie auf rund 11 Millionen ansteigen, das wird 2100 einem weltweiten Anteil von 0.1% entsprechen.

Diese Länder wachsen am stärksten

Dass unter den 10 bevölkerungsstärksten Ländern 2100 neu vier afrikanische Länder vertreten sind, ist kein Zufall: Schaut man die Liste der Länder an, die prozentual am meisten wachsen werden, liegen die ersten 18 in Afrika.

Das grösste Wachstum prognostiziert die UNO für Niger: Rund 23 Millionen Menschen leben zurzeit dort, 2100 sollen es ganze 165 Millionen sein. Stimmt diese Prognose, würde sich die Bevölkerung von Niger in den nächsten 80 Jahren versiebenfachen.

Und diese Länder schrumpfen am meisten

Nicht alle Länder werden laut UNO-Bericht an Einwohner zulegen. Prozentual am meisten abnehmen wird die Bevölkerung von Albanien. Statt 2,9 Millionen Einwohnern heute wird nur noch gut eine Million erwartet für das Jahr 2100, ein Rückgang von knapp zwei Dritteln.

Länder mit weniger als 100'000 Einwohner nicht berücksichtigt.

So entwickelt sich die Geburtenrate

Die weltweite Geburtenrate ist zwischen 1990 und heute bereits von 3,2 auf 2,5 gesunken. Bis 2050 erwartet die UNO sogar einen Wert von 2,2 Kinder pro Frau.

Die heutige Weltkarte zeigt: Frauen in Afrika gebären überdurchschnittlich viele Kinder im Vergleich zur restlichen Welt. Bis 2095 wird der Schnitt jedoch auch in Afrika drastisch sinken.

Lebendgeburten pro Frau 2020 und 2095 daten: uno

Und das passiert mit der Altersstruktur

Die durchschnittliche Lebenserwartung wird weiter ansteigen: Vor 30 Jahren war es noch bei 64,2 Jahren, im Jahr 2100 soll es bei 77,1 Jahren liegen.

Jeder sechste Mensch werde 2050 über 65 Jahre alt sein, derzeit ist es nur jeder elfte, so der Bericht. In Europa wird die Situation noch extremer sein: Einer von vier Europäern könnte dann schon über 65 Jahre alt sein.

Bild

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Menschen, die aus der Zukunft grüssen

Zum ersten Mal interviewt Löpfe einen Roboter

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

38
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lucasm 19.06.2019 09:40
    Highlight Highlight Da hätte man auch glatt dem Mike Shiva anrufen können, die Zahlen wären dann wohl etwa genauso aussagekräftig, wie die Vorhersagen der UNO.
    • Gianini92 19.06.2019 12:56
      Highlight Highlight Tatsächlich lässt sich die Entwicklung der Bevölkerung erstaunlich gut voraussagen. Wetterphänomene kann man auch einigermassen zuverlässig berechnen und da spielen weit mehr Faktoren eine Rolle. Bei der Bevölkerung gibt es genau zwei Kennzahlen: Geburten- und Todesraten
  • luc.ch 19.06.2019 09:29
    Highlight Highlight Denke kaum, dass die Schweizer Bevölkerung so stark steigen wird. Ohne Einwanderer hätten wir schon lange eine abfallende Bevölkerungsentwicklung.
  • DomKi 19.06.2019 00:07
    Highlight Highlight Seuchen und Krankheiten werden viele dahinraffen wegen Resistenz auf Medikamente und fehlender Hygiene und med. Versorgung.
    • Gianini92 19.06.2019 13:02
      Highlight Highlight Ob du es glaubst oder nicht aber es sind „nur“ etwa 10% der Weltbevölkerung , die an einem ernsthaften Mangel an Hygiene und med. Versorgung leidet. Alle anderen haben Zugang zu sauberem Wasser, Seife und Medikamenten.
  • Delisa06 18.06.2019 23:44
    Highlight Highlight Wurde nicht im Zusammenhang mit USA und dem Konsum von Fast Food geschrieben dass die Lebenserwartung am fallen ist.
  • AnotherSwissGuy 18.06.2019 23:11
    Highlight Highlight Mhhmm, ich denke es gibt vorher eine natürliche Menschen-Regulierung. Egal durch was, genug ist genug.
    (Blitzt ruhig, aber die Natur wird zurückschlagen und sich nicht mehr von uns Menschen mobben und ausnutzen lassen)
  • Posersalami 18.06.2019 20:42
    Highlight Highlight Wir können problemlos so viele Menschen versorgen. Interessant ist auch die prognostizierte Abnahme der Fertilität. Im 22jhd werden die menschen sich mit einer global schrumpfenden Menschheit herumschlagen müssen. Spätestens dann brauchen wir ein neues Wirtschaftssystem.
  • Myk38 18.06.2019 20:38
    Highlight Highlight Wie soll Tansania von 60Mio auf 250Mio anwachsen? Das halbe Land ist Wüste und der Bevölkerte teil hat zu wenig Essen.
    • Oh Dae-su 19.06.2019 00:02
      Highlight Highlight Tansania ist ja noch halbwegs grün, wie aber zum Beispiel in Niger 165 Millionen Menschen leben wollen, ist mir ein absolutes Rätsel. Das Land besteht praktisch nur aus Wüste oder Sahelzone und ist als Binnenland zudem noch zu einem grossen Teil von Flüssen für die Wasserversorgung abhängig.
      Ich wäre auch alles andere als überrascht, wenn um das Wasser des Flusses Niger irgendwann einmal ein Krieg ausbricht.
    • Do not lie to mE 19.06.2019 12:37
      Highlight Highlight Dr. Reiner Klingholz: Afrikas wachsende Bevölkerung: Problem oder Chance?
      Play Icon
  • memento 18.06.2019 20:29
    Highlight Highlight Bis dann lebe ich zum Glück nicht mehr, kann nur sagen viel Spass dann...
  • Statler 18.06.2019 20:29
    Highlight Highlight Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.

    Laut Forschern ist der Permafrost mittlerweile so weit aufgetaut, wie das erst für das Jahr 2090 erwartet wurde. Da drin sind doppelt so viele Treibhausgase, wie jetzt schon in der Atmosphäre sind. Das heisst, die Klimaerwärmung wird sich weiter beschleunigen und zwar so rasant, dass uns, selbst wenn wir alles sofort abschalten, keine Zeit mehr bleibt, um den «Tipping point» zu umschiffen.
    Meine Prognose für das Jahr 2100: Wir leben wieder in Höhlen und die Weltbevölkerung hat sich auf ein paar wenige Menschen reduziert.
    • redeye70 20.06.2019 00:48
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Der auftauende Permafrostboden ist nur einer der Faktoren. Da kommen noch so viele andere dazu. Die Erde kann jetzt schon nicht mehr so viele Menschen tragen.
  • egemek 18.06.2019 20:28
    Highlight Highlight Was sind die Gründe für den drastischen Bevölkerungsrückgang in Albanien? Wird 90% der Fläche von Albanien im Jahr 2100 eine Wüste sein? Liegt die Geburtenrate beinahe bei 0? Das sind ja wohl kaum nur wirtschaftliche Aspekte, die gleich zu 2/3 weniger Einwohnern führen werden, oder?
  • G. 18.06.2019 20:22
    Highlight Highlight Hm, ob in diesen Prognosen Klimawandel und Krieg mit einberechnet wurden?

    W
  • Rethinking 18.06.2019 19:32
    Highlight Highlight Und da diskutieren wir ernsthaft über co2 Abgaben auf Flüge... Als ob es nicht viel massivere Probleme gäbe
    • Nickoseli 18.06.2019 23:49
      Highlight Highlight Was? Genau für die 11 Milliarden von morgen müssen wir dies diskutieren. Die Überbevölkerung wird deren Problem sein. Unsere Aufgabe ist dafür zu sorgen, dass sie sich darum noch kümmern werden können.
    • Rethinking 19.06.2019 12:41
      Highlight Highlight @DrFisch: Halbrichtig. Unsere Aufgabe ist auch der Überbevölkerung entgegen zu wirkend. Dies indem wir unter anderem unser gesellschaftliches Weltbild/Idealbild hinterfragen
  • ast1 18.06.2019 19:31
    Highlight Highlight Ich denke beim besten Willen nicht dass es geht mit 11 Milliarden, wenn ich sehe worauf wir heute zusteuern. So wie wir mit der Natur umgehen ist jeder Mensch für unseren Planeten einer zu viel. Da es mich nunmal schon gibt versuche ich immerhin meinen Teil dazu zu tun indem ich keine Kinder plane.

    (Kontrovers, ich weiss, bringt ruhig die Blitze)
    • Wanheda 19.06.2019 01:05
      Highlight Highlight Same here🙋🏻‍♀️
    • Petoman 19.06.2019 13:01
      Highlight Highlight Meine Güte, echt jetzt? 😂
  • Rethinking 18.06.2019 19:30
    Highlight Highlight 2,2 Kinder pro Frau sind immer noch zu viel. 1 Kind wäre ok
    • Big_Berny 18.06.2019 23:32
      Highlight Highlight Also mit mit 1 Kind pro Frau wäre die Bevölkerung sehr stark rückläufig. Würde sich quasi pro Generation halbieren. Für eine stabile Bevölkerung brauchts ca. 2.1 Kinder pro Frau.
    • Rethinking 19.06.2019 12:43
      Highlight Highlight @Big_Berny: Wir sind Milliarden davon entfernt auszusterben.

      Wenn es irgendwann mal ernsthaft nur noch eine Million Menschen haben sollte, können wir uns gerne über den Erhalt der Menschheit sorgen
  • TheRealDonald 18.06.2019 19:23
    Highlight Highlight Wenn man mit in Betracht zieht, dass die Tropen infolge des Klimawandels bis dann mehrheitlich nicht mehr bewohnbar sind, dürfte die Entwicklung ganz anders aussehen.
  • Skip Bo 18.06.2019 19:17
    Highlight Highlight Frei nach Böhmermann:
    Solche Prognosen stimmen nicht über den Placeboeffekt hinaus.
  • Namenloses Elend 18.06.2019 19:05
    Highlight Highlight Da wurde der Roboter vs Menschheit Krieg von 2056 nicht beachtet. Das ist für die Katz!
  • Zanzibar 18.06.2019 19:04
    Highlight Highlight Immer unter der Voraussetzung dass mehr oder weniger Frieden auf der Erde herrschen wird.

    Wieviele Menschen verträgt die Erde überhaupt?
    • Skip Bo 18.06.2019 19:21
      Highlight Highlight Wenn alle fossilen Ressourcen aufgebraucht sind, die Lebensmittel lokal von Hand ohne PSM und Dünger produziert werden, dann ca. 6 Mia. (grobe Schätzung).
    • seventhinkingsteps 18.06.2019 21:18
      Highlight Highlight Man koennte die momentane Weltbevoelkerung auf die Flaeche von Japan konzentrieren. Mega Cities und richtige Infrastruktur vorausgesetzt.
    • redeye70 20.06.2019 00:51
      Highlight Highlight Gemäss einer Studie könnten nur zwei Milliarden Menschen nachhaltig leben.
  • Ursus der Rächer 18.06.2019 19:04
    Highlight Highlight Die Graphik ist diskriminierend. Im Jahre 2100 werden wir über 140-Jährigen einfach weggelassen.
  • mrmikech 18.06.2019 18:47
    Highlight Highlight Die Schweiz soll Japan und Sud Korea folgen, -40%. Voll auf AI, roboter und automatisierung setzen.
  • Sarkasmusdetektor 18.06.2019 18:41
    Highlight Highlight Bis dahin bin ich wohl auch schon leicht über 65.
    • Maya Eldorado 18.06.2019 19:15
      Highlight Highlight Und meine Seele wird von oben zuschauen, derweil mein Leib in Verwesung ist.

      2100 wäre ich dann 153 Jahre alt.
  • wast*on (*e my life on wats) 18.06.2019 18:40
    Highlight Highlight https://www.gapminder.org/answers/how-reliable-is-the-world-population-forecast/
  • ali_der_aal 18.06.2019 18:36
    Highlight Highlight spannend, aber wie realistisch diese prognosen sind wird sich wohl noch zeigen...
    hab da so meine Zweifel ob Mutter Erde da mitspielt

Die Welt in Karten

Diese Karte zeigt, welche Grenzen für Schweizer Feriengäste geöffnet sind

Viele können die Sommerferien kaum erwarten – doch werden die Grenzen rechtzeitig wieder offen sein? Diese Karte zeigt, wo du zurzeit mit einem Schweizer Pass zu touristischen Zwecken einreisen darfst.

Bundesrätin Karin Keller-Sutter gab am Mittwochnachmittag bekannt, dass die Grenzen zu Österreich, Deutschland und Frankreich am 15. Juni 2020 wieder vollständig geöffnet werden. Das heisst: Wer Ferien in diesen Ländern machen will, darf das dann wieder. (Ob das in diesem aussergewöhnlichen Sommer Sinn macht und man nicht besser den inländischen Tourismus unterstützten sollte, ist nochmals eine ganz andere Frage ...)

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Trotzdem wollen wir mal einen …

Artikel lesen
Link zum Artikel