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epa08199809 A woman wears a mask in Guangzhou, Guangdong Province, China, 07 February 2020. The novel coronavirus (2019-nCoV), which originated in the Chinese city of Wuhan, has so far killed at least 638 people and infected over 31,000 others, mostly in China. The economic cost of the coronavirus outbreak is rising in China and abroad, as large and small businesses are feeling the impact.  EPA/ALEX PLAVEVSKI

Das neue Coronavirus grassiert vornehmlich in China. Bild: EPA

10 Zahlen zur Coronavirus-Epidemie, die du kennen musst



Am Donnerstagabend starb Li Wenliang an der vom Coronavirus verursachten Lungenkrankheit. Der Tod des erst 34-jährigen Arztes löste in ganz China grosse Anteilnahme aus, denn Li gehörte zu jener Gruppe von Medizinern, die frühzeitig vor dem Virus gewarnt hatten und von den chinesischen Behörden deswegen gerügt worden waren.

epa08199438 A picture of Dr. Li Wenliang, the Chinese whistle-blower who tried to sound the alarm on the coronavirus but was reprimanded by authorities, sits among offerings at a makeshift shrine outside the Wuhan Central Hospital in Wuhan, Hubei Province, China, 07 February 2020. The doctor died from the disease on 07 February. Wuhan Central Hospital initially denied the doctor’s death and confirmed it only later on, causing an outpouring of grief and anger through Chinese social media from people who hailed him as a hero. The virus, which originated in the Chinese city of Wuhan, has so far killed at least 638 people and infected over 31,000 others, mostly in China.  EPA/YFC CHINA OUT

Der Arzt Li Wenliang gehörte zu den Ersten, die vor dem neuen Virus warnten. Nun fiel er ihm selber zum Opfer. Bild: EPA

Während Peking nun ein Ermittlungsteam nach Wuhan schickt, das den Tod des Arztes untersuchen soll, steigt die Zahl der Opfer weiterhin an, besonders in der Provinz Hubei, in der Wuhan liegt. In anderen Provinzen geht die Zahl der Neuansteckungen allmählich zurück. Weltweit sind bisher (Stand 7. Februar, 12 Uhr) 638 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben; bis auf zwei alle von ihnen in China. Hier eine Übersicht:

Ansteckungsrate (geschätzt):

1,5–4

Die Ansteckungsrate – wie viele Personen eine infizierte Person ohne effektive Eindämmungsmassnahmen anstecken wird – kann derzeit nur geschätzt werden. Sie ist von Erreger zu Erreger sehr unterschiedlich und dürfte beim neuen Coronavirus zwischen 1,5 und 4 liegen. Damit ist es etwas ansteckender als eine gewöhnliche Grippe (1,3) oder Sars (2), aber viel weniger als beispielsweise die Masern (12–18).

Mortalitätsrate (geschätzt):

2–3 %

Auch die Mortalitätsrate – wie viele der infizierten Personen sterben – kann bisher nur grob geschätzt werden. Auch dieser Wert variiert sehr stark von Erreger zu Erreger. Beim neuen Coronavirus wird die Mortalitätsrate in den meisten Studien auf unter 3 Prozent geschätzt, was bedeutend weniger ist als bei Sars (10 %) oder Mers (34 %).

Inkubationszeit (geschätzt):

2–14 Tage

Todesfälle bisher:

638

Todesfälle nach Alter:

ca. 80 % über 60 Jahre

Das Virus kann Menschen jeden Alters infizieren. Ältere Personen und solche, die bereits an Krankheiten wie Asthma, Diabetes oder Herzerkrankungen leiden, sind jedoch stärker gefährdet, schwer zu erkranken. Drei Viertel der bisher Verstorbenen in China litten bereits an einer Krankheit, vier Fünftel waren über 60 Jahre alt.

Infizierte nach Geschlecht:

71 % männlich, 29 % weiblich

Krankheitsfälle bisher:

31'532

davon in kritischem Zustand:

4826

davon genesen:

1740

Länder mit den meisten Fällen:

China: 31'173

Europäische Länder:

Coronavirus – Wuhan praktisch abgeschottet

Video: srf

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