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Atombombe auf Hiroshima: Der Todespilot, der niemals Bedauern zeigte

Es war der erste nukleare Angriff der Geschichte: Vor 75 Jahren befehligte Paul Tibbets die Auslöschung von Hiroshima. Mit einer Nachstellung sorgte er Jahrzehnte später für weiteres Entsetzen.

Marc Lüpke / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Normalerweise fühlen sich Menschen am Boden eher unbehaglich, wenn sie einen Bomber am Himmel ausmachen. Doch am 6. Oktober 1976 herrschte ausgelassene Stimmung, als eine Maschine vom Typ B-29 über das Flugfeld von Harlingen im US-Bundesstaat Texas flog.

Begeisterung brach schliesslich unter den fast 20'000 Zuschauern aus, als auf der Erde ein Lichtblitz zuckte – und sich nach der Explosion hohe Rauschschwaden ähnlich einem kleinen Atompilz in die Luft erhoben.

ARCHIVE ---DIE BEIDEN ATOMBOBENABWÜRFE DER US-STREITKRÄFTE AUF HIROSHIMA UND NAGASAKI AM 6. UND 9. AUGUST 1945 BEENDETEN VOR 70 JAHREN DEN ZWEITEN WELTKRIEG AUCH IM FERNEN OSTEN. DURCH DIE EXPLOSIONEN WURDEN SOFORT ÜBER 90'000 MENSCHEN -FAST AUSSCHLIESSLICH ZIVILISTEN - GETÖTET. AN DEN FOLGESCHÄDEN STARBEN ALLEIN BIS ENDE 1945 WEITERE 130'000 MENSCHEN. ZU DEN ATOMBOMBENABWÜRFEN STELLEN WIR IHNEN DIESES BILD ZUR VERFÜGUNG --- Col. Paul W. Tibbets stands beside the B-29 Superfortress bomber the  Enola Gay in 1945 in an unknown location. He piloted the flight which dropped the atomic bomb on Hiroshima on Aug. 6, 1945, during World War II. The plane was named after Tibbets' mother. Tibbets died Thursday, Nov.1, 2007, at his Columbus, Ohio, home. He was 92. (AP Photo)

Paul Tibbets vor dem B-29-Bomber «Enola Gay», ein Aufnahme aus dem Jahr 1945. Bild: AP

Diese Ähnlichkeit war kein Zufall, genauso wenig wie die Ausgelassenheit unter den Besuchern der Flugschau. Denn am Steuer der B-29 hatte mit Paul Tibbets ein in den USA als Held verehrter Veteran des Zweiten Weltkriegs gesessen.

Im fernen Japan sprach man den Namen Tibbets hingegen eher mit Schaudern aus: Es war Tibbets, der am 6. August 1945 den B-29-Bomber «Enola Gay» beim Angriff auf Hiroshima befehligt hatte. Beim ersten Atombombeneinsatz der Menschheitsgeschichte war die Stadt im nuklearen Inferno vernichtet worden.

Todbringende Ladung an Bord

In den frühen Morgenstunden des besagten August-Tages war Tibbets mit seiner Besatzung auf der Marianen-Insel Tinian gestartet. Die «Enola Gay» hatte der Oberst nach seiner Mutter benannt: Aus Dankbarkeit, denn ohne ihre Hilfe wäre Tibbets wohl kein Pilot geworden.

Tibbets, ein Liebhaber der Tabakpfeife, vertrieb sich die Zeit auf dem langen Flug durch die Weiten des Pazifiks mit Rauchen. Nebenbei machte sich die Besatzung allerlei Gedanken, denn an Bord beförderte sie die bis dahin tödlichste Fracht aller Zeiten: die Atombombe «Little Boy».

Aus diesem Grund war die Crew zuvor einem rigorosen Training in Utah unterworfen worden. Immer wieder warfen dort ausgewählte Bomber-Mannschaften ihre Last aus gut neun Kilometern Richtung Erde ab.

Vorgabe war, das Ziel auf wenige Meter genau zu treffen. Aber das war nicht alles: Um angesichts der entfesselten Vernichtungskraft einer Atombombe zu überleben, mussten die Piloten zugleich waghalsige Manöver erproben, um eiligst die Gefahrenzone hinter sich zu lassen.

«Was haben wir getan?»

Co-Pilot Robert A. Lewis

Tibbets, 1915 im US-Bundesstaat Illinois geboren, war aus zwei Gründen zu der Elitetruppe versetzt worden: Erstens galt er als ausgezeichneter Pilot, der zuvor zahlreiche Einsätze gegen das Deutsche Reich geflogen war. Zweitens hatte er die Zuverlässigkeitsprüfung durch die zuständigen Stellen überstanden.

«Da war nichts als Tod»

So konnte Tibbets am 6. August 1945 schliesslich die Ungewissheit der Besatzung der «Enola Gay» über ihre Mission auflösen. Am Morgen klärte er die Männer auf, indem er das Angriffsziel nannte: «Hiroshima».

Um 8.15 Uhr überflog der Bomber in besagten neun Kilometern Höhe die Stadt – und warf «Little Boy» ab. In gut 600 Metern explodierte die Atombombe. Es war der Augenblick, in dem mindestens 70'000 Menschen von einem Moment zum anderen aufhörten zu existieren. Rund 13 Kilometer schraubte sich allein der Atompilz in die Höhe.

«Jungs, ihr habt gerade die erste Atombombe der Geschichte abgeworfen!», frohlockte Tibbets derweil an Bord der «Enola Gay». Nach dem Abwurf von «Little Boy» war der Pilot eine scharfe Kehre geflogen, um der eigenen Vernichtung zu entkommen. Um der Erblindung angesichts des Gleissens der Detonation zu entgehen, hatte jeder zudem eine Schutzbrille angelegt.

Während Tibbets begeistert war, herrschte unter seiner Besatzung eher Entgeisterung. «Was haben wir getan?», notierte Co-Pilot Robert A. Lewis, Sergeant Robert H. Shumard rang später um Worte: «Da war nichts als Tod in dieser Wolke.»

«Ihre Haut löste sich»

Wohlbehalten kehrte die «Enola Gay» nach Tinian zurück. Während dort gefeiert wurde, herrschte im fernen Hiroshima das Grauen. Shigemi Ideguchi, der als Soldat in der Stadt stationiert war, wollte ein Mädchen aus dem Feuer retten. «Ihre Haut löste sich bis zum Ellenbogen ab», erinnerte er sich in seinem Buch. «Singvögel und Raben waren auch nicht mehr da.»

Zehntausende waren allein bei der Explosion von «Little Boy» gestorben, viele weitere sollten in den nächsten Wochen und Monaten folgen. Sie starben an den Folgen der Strahlung, der sie ausgesetzt waren.

Retired Brig. Gen. Paul W. Tibbets Jr. is seen in front  of a U.S. flag draped on the tent covering the bomb pit at North Field on  Tinian island, Northern Marianas, USA on Wednesday, 16 June 2004.  This is Tibbets' first time in almost six decades to return to the island, where Enola Gay  was loaded on August 6, 1946.  On the same day, Tibbets piloted the B-29  aircraft and dropped the first atomic bomb in Hiroshima.  Japan surrendered four days later and World War II ended.  EPA/Jacqueline Hernandez

2004 besuchte Tibbets die Marianen-Insel Tinian, von der er 1945 mit seiner tödlichen Fracht gestartet war. Bild: EPA

Bei den Amerikanern herrschte hingegen Irritation. Angesichts der Zerstörung einer ganzen Stadt durch eine einzige Bombe hatten die US-Streitkräfte mit der sofortigen Kapitulation Japans gerechnet. Tatsächlich war den Offizieren des Kaisers sehr bewusst, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen war. Am 9. August fand eine entsprechende Unterredung im Palast statt. Noch bevor diese ihr Ende fand, detonierte eine weitere Atombombe über Japan. «Fat Man» löschte die Hafenstadt Nagasaki aus, erneut starben Zehntausende.

Tibbets und der Mannschaft der «Enola Gay» kam aber das zweifelhafte Verdienst zu, die erste Atombombe der Welt im Krieg eingesetzt zu haben. Immer wieder wurde der Pilot in den folgenden Jahrzehnten befragt, wie er sich angesichts der vielen Umgekommen fühle. «Ich hatte nie eine schlaflose Nacht, nur weil ich die Bombardierung befehligte», bekannte Tibbets.

US-Regierung bittet um Entschuldigung

Kein Wunder, dass er 1976 auch wenig Skrupel hatte, den Angriff auf Hiroshima nachzuspielen. In Japan kam es hingegen zu Protesten. Als «Beleidigung der ungezählten Toten» bezeichnete Hiroshimas Stadtoberhaupt Tibbets «Auftritt» in Texas. Zumal in Japan immer noch Menschen an den Folgen des Atombombenabwurfs starben.

US-Präsident Gerald Ford bat die japanische Regierung um Verzeihung für Tibbets Verhalten. Was diesen wenig beeindruckte: 1977 wollte der Todespilot das Spektakel noch einmal veranstalten – bis er von der Politik daran gehindert wurde.

Während Hiroshima und Nagasaki weltweit zu Symbolen für den Schrecken eines Atomkriegs wurden, hielt Tibbets an seiner Überzeugung fest, am 6. August 1945 das Richtige getan zu haben. 2007 verstarb er schliesslich in Ohio nach einer langen Laufbahn als Offizier und später als Führungskraft einer Fluggesellschaft.

Theodore Van Kirk, ehemaliger Navigator an Bord der «Enola Gay», äusserte zwei Jahre zuvor gegenüber dem «Spiegel» seine ganz persönliche Lehre aus dem Geschehenen: «Ich glaube, Leute, die Krieg anfangen, sind verrückt.»

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163Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kanischti 07.08.2020 13:09
    Highlight Highlight Wer sich nur etwas mit dem WW2 auseinandersetzt, der weiss wie es zum Krieg zwischen diesen beiden Nationen gekommen ist.
    Als Ami-Soldat für sein Land gedient und Befehle von oben ausgeführt zu haben, um diesen Krieg zu gewinnen, kann auch aus heutiger Sicht nicht verurteilt werden. Auch wenn es eine A-Bombe war, die dieser Pilot zusammen mit der ganzen Fliegerbesatzung, abgeworfen hatte. Die Verantwortung dafür tragen andere.

    Dass es aber Leute gibt, die auch Jahrzehnte nach diesem Krieg, diese Tat und und den Piloten noch immer öffentlich verherrlichen, das ist bedenklich.
    • Liselote Meier 07.08.2020 17:05
      Highlight Highlight Grundsätzlich ja. Das hier ist aber eine andere Kategorie.

      Für unethische Spezialmissionen, muss man sich Freiwillig melden und das waren ausgesuchte Personen.

      Das war nun mal ein Kriegsverbrechen.

      So viele Zivilisten zu ermorden ist in jeder Epoche, ein Kriegsverbrechen.

      Das waren keine militärische Ziele. Eigentlich waren die Geschenke für Deutschland geplant gewesen.

      Wirklich zum Glück wurden sie vorher Fertig gemacht, auch aus Sicht des grössten Nazis.

      Wenn das Berlin und München gewesen wäre, würdest des als Schweizer mit ganz anderen Augen sehen.

  • Octavius 06.08.2020 22:41
    Highlight Highlight Ich habe mich nicht gross mit dem befasst, ich weiß nur, dass die Japaner Koalitionspartner Nazideutschland waren und in Sachen Grausamkeit die Deutschen wie Chorknaben aussehen liessen. Zu der Zeit war das die einzige Lösung, den Krieg zu beenden. Was ich nicht ganz verstehe, müssten Hiroshima und Nagasaki nicht verseucht sein?
    • blueberry muffin 07.08.2020 06:54
      Highlight Highlight "Ich weiss nichts aber war schon gut so, ne? Ah und Nazis sind Musterknaben, imfall."
    • Tirggeltoni 07.08.2020 08:37
      Highlight Highlight Nein, nicht mehr. Nagasaki und Hiroshima waren leicht radioaktiv, der fallout war dank der vergleichbar geringen Menge der Spaltmasse relativ schwach. Und wenn ich vergleichbar sage, meine ich damit Fukushima und/oder Tschernobyl.
      Im Vergleich: Tschernobyl stiess nach der Explosion stündlich das Äquivalent von 4 Hiroshimabomben aus - ja, stündlich.
    • Tirggeltoni 07.08.2020 08:40
      Highlight Highlight Nachtrag: War vor ein paar Jahren in Hiroshima. Läuft einem kalt den Rücken runter. Man kann Dachziegel anfassen, die ausgestellt sind mit der netten Hinweistafel "safe to touch"... war einem dann doch irgendwie nicht ganz wohl dabei
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sandlerkönig Eberhard 06.08.2020 22:21
    Highlight Highlight Und wie immer ist es ein Leichtes, im Nachhinein zu urteilen. Mir fehlt hier ganz eindeutig die Seite, die Japan im 2. Weltkrieg gespielt hat und was unter der Herrschaft des Sonnenbanners so alles geschehen ist. Aber Hauptsache immer die bösen, bösen Amis.
    Wieso muss man immer solch völlig einseitige Berichte verfassen? Wie kann man eine historische Tatsache so dermassen aus dem Kontext reissen? Der 2. Weltkrieg war bekanntlich politisch wie auch militärisch sehr komplex. Wäre es dann nicht interessanter zu erfahren, warum es dazu gekommen ist, anstatt dass Tibbets Pfeifenraucher war?
    • blueberry muffin 07.08.2020 06:59
      Highlight Highlight Was hat Japan den genau getan, was die Amis nicht taten?

      Die Atombomben waren ein Kriegsverbrechen, das zu beschönigen ist genauso krank wie Japans Rolle im 2. Weltkrieg zu verteidigen.

      Und ja: weder die UDSSR, China noch NK hat zivile Städte mit Atombomben bombardiert. Im Moment sind die Amis die einzigen die so unmenschlich waren.
    • insert_brain_here 07.08.2020 10:26
      Highlight Highlight @blueberry muffin: So einiges, du kannst z.B. mal nach den Stichworten "Nanking Massaker" oder "Trostfrauen" suchen.
    • Sandlerkönig Eberhard 07.08.2020 12:47
      Highlight Highlight @Blueberry: Ich empfehle dir die Trilogie „Der Zweite Weltkrieg in Dokumenten und Bildern“, Herausgeber Hans-Adolf Jacobsen und Hans Dollinger, erschienen 1962 beim Kurt Desch Verlag München. Vielleicht bekommst du das noch irgendwo antiquarisch. Meines Erachtens eine der besten Chroniken, die je erarbeitet worden ist. Hier bekommst du auf 1‘500 Seiten nackte Zahlen, Karten, Berichte, Tagebücher und Bilder zu sämtlichen Kriegsschauplätzen. Auch zu Japan und dessen Rolle. Inklusive der jeweiligen und eben sehr wichtigen politischen Hintergründe. Das ist für mich wahre Kriegsberichterstattung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter Schwarz 06.08.2020 22:09
    Highlight Highlight Ab und zu verzweifelt man fast am Geschichts(nicht)verständnis einiger.
    Die zwei Atombomben beendeten den Krieg.
    Japan war der Aggressor und sie töteten hunderttausende Amerikaner.
    Studie von William B. Shockley zur Eroberung der japanischen Inseln:
    1,7 bis 4 Mio. Opfer, davon 400.000 bis 800.000 tote Alliierte. Japanische Opfer wurden auf bis zu 10 Mio. geschätzt, eine starke zivile Verteidigung unterstellend.
    Mehr dazu : Operation Downfall
    Aber was sind schon Fakten und rationales Denken, wenn Meinung durch Moral und dessen Absenz entsteht.


  • Costinivos 06.08.2020 21:40
    Highlight Highlight Irgendwie habe ich den Eindruck, dass hier viele den Abwurf der Atombomben nicht im Gesamtkontext eines Weltkrieges anschauen. Es war die Folge vieler Eskalationsstufen in den Jahren zuvor. Es gab schon vorher Bombardierungen von Städten durch alle Fraktionen. An diesem Punkt noch mit Kriegsverbrechen wegen Angriff auf Zivilisten zu argumentieren zeigt aus meiner Sicht einfach den fehlenden Überblick und ein Denken aus zu friedlichen Zeiten. Sie hätten auch Wochenlang mit "normalen" Bomben viel Schaden anrichten können, wie es anderen Orten passiert ist.
    • dan2016 07.08.2020 09:58
      Highlight Highlight Ich teile deinen Eindruck. Sehr viele scheinen den Weltkrieg mit Woodstock zu verwechseln
  • Küsel64 06.08.2020 20:48
    Highlight Highlight "2007 verstarb er schliesslich in Ohio nach einer langen Laufbahn als Offizier und später als Führungskraft einer Fluggesellschaft." Dass er eine US-Armeelaufbahn macht, erklärt sich aus seinem Kadavergehorsam. Dass er aber eine Laufbahn in einer zivilen Fluggesellschaft machen durfte, ist unverständlich und zeigt wie kaputt die US Filz ist der solches zulässt. Was das wohl für eine Fluggesellschaft war. Da hätte ich bedenken mit einer solchen Fluggesellschaft zu fliegen, bei der Kader Entscheide fällen, die absolut pietätlos ist.
  • fuegy 06.08.2020 19:49
    Highlight Highlight Kaiser Hirohito hat bei der Ansprache an das Volk nach den zwei Bomben das Wort Kapitulation nie verwendet. Statt dessen wurde "von einer unvorteilhaften Entwicklung des Krieges" gesprochen. Japanische Zivilisten begingen teilweise Selbstmord, auch Frauen mit Kindern, wenn die Amerikaner auf einer japanischen Insel gelandet sind. Soldaten begingen den "ehrenvollen Selbstmord" um der Schande einer allfälligen Niederlage zu entgehen. Können solche Menschen mit vernünftigen Argumenten überzeugt werden?
  • Töfflirocker1970 06.08.2020 17:43
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Maria R. 06.08.2020 19:54
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Maria R. 06.08.2020 19:57
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Caryssia Mal'Ganis 06.08.2020 16:57
    Highlight Highlight Ich ear letztes Jahr im Friedensmuseum in Hiroshima. Die Ausstellungen sind wirklich herzzerreissend und beklemmend. Ich bin definitiv kein emotionaler Mensch, aber mir fliessen spätestens beim Lesen der Augenzeugenberichte die Tränen..
    • Superdave 06.08.2020 23:42
      Highlight Highlight Das Museum in Hiroshima ist extrem darauf ausgelegt Emotionen und Mitleid zu erwecken. Bitte besuch das Museum in Nagasaki! Das ist extrem sachlich aufgebaut und das lässt dich die unmenschliche Zerstörung und den Schmerz der betroffenen viel tiefer einfahren, da du dich automatisch durch die entsprechenden Fakten versuchst einzufühlen. Persönlich war ich vom Museum in Hiroshima entäuscht. Ich fand es gab viel Schuldzuweisungen und Blickfänge (wie blutige Kinderkleider etc.). die Vorgeschichte, der Zeitgeist und Kontext fehlt und wird dem Andenken der Toten und Leiden nicht gerecht.
    • Caryssia Mal'Ganis 07.08.2020 10:08
      Highlight Highlight Danke für den Hinweis, ich war bisher noch nicht in Nagasaki.
  • Maria R. 06.08.2020 16:54
    Highlight Highlight Mir hat einmal jemand erklärt, dass es nicht der Pilot ist, der die Bomben abwirft, sondern der Bombenschütze.
    Also ist es dann noch richtig, von einem “Todespiloten” zu reden?
    • Maria R. 06.08.2020 17:33
      Highlight Highlight So viele Blitze unter meinem Kommentar?

      Stimmt es denn doch nicht, was mir erklärt worden ist?

      Dann bitte berichtigt es bitte. Ich lerne gerne etwas dazu.
    • Erba 06.08.2020 17:53
      Highlight Highlight Ich denke jeder ab Bord dieses Bombers sollte, wenn er denn noch menschlich etwas verspürt, extreme Grwissensbisse verspüren. Egal ob dieser den Knopf für den Abwurf getätigt hat.
      Es ist aber schon so, dass der Pilot nicht die Bombe abwirft, aber das Oberkommando über das Flugzeug hat.
    • Liselote Meier 06.08.2020 18:09
      Highlight Highlight Das ist Korrekt, aber das wäre der „Todesbombenschütze“, Tibbets war aber Pilot der Mission und auch der Kommandeur der Truppe. Sprich trug die Verantwortung, auch für einen evtl. Missionsabruch z.b. unerwartete zu starke Abwehr und Vorort Abwurfbefehl.



    Weitere Antworten anzeigen
  • Neruda 06.08.2020 16:52
    Highlight Highlight Tibbets ist sicher nicht Schuld am Einsatz der Atombombe. Das waren Leute ganz oben, Präsident Truman und der Chef des Manhattan Projects Groves. Der Einsatz der Bombe wären nicht nötig gewesen, Japan hätte auch so ohne amerikanische Invasion kapituliert. Die Verhandlungen wären nur länger gegangen. U. a. die oben erwähnte Personen wollten aber die Bombe einsetzen um Macht zu demonstrieren. Dieser militärisch unnötige Einsatz kann mit den Vergasungen der Nazis gleichgesetzt werden. Und die Wissenschaftler und Soldaten sind die gleichen Mittäter wie die KZ-Wächter.
    • Walser 06.08.2020 21:32
      Highlight Highlight 75 Jahre danach, vom weichen Sofa aus, mit gesättigtem Magen, sozial abgesichert und in Sicherheit lebend lässt sich leicht urteilen. Dieselben Leute die sie hier beschuldigen, haben dafür gesorgt dass wir heute nicht zum dritten Reich gehören.
    • DemonCore 07.08.2020 06:35
      Highlight Highlight Es ist komplett an den historischen Tatsachen vorbei fabuliert, dass Japan kurz vor der Kapitulation stand. Bitte informieren sie sich. Der Kaiser musste mit Abdankung drohen um sein Kriegskabinett zur Zustimmung zu bringen. Die erste Bombe reichte nicht für die Kapitulation. Ausserdem wollten fanatische Militärs noch einen Umsturz anzetteln. Die tatsächliche Geschichte ist einiges komplexer, als das simplistische narrativ der Leute die immer bei den Amerikanern alle Fehler finden 🤷‍♂️
    • Grohenloh 07.08.2020 20:30
      Highlight Highlight „Dieser militärisch unnötige Einsatz kann mit den Vergasungen der Nazis gleichgesetzt werden. „

      Nein, kann er nicht. Nicht im geringsten. Bitte informieren Sie sich bevor sie solchen Unsinn schreiben.
  • Likos 06.08.2020 16:40
    Highlight Highlight Vlt. haben aber auch genau diese beiden Bomben die spätere Eskalation im Kalten Krieg verhindert, da beiden Seiten nun sehr bewusst war, was dies bedeutet...
    • PaLve! 06.08.2020 17:08
      Highlight Highlight Das sicherlich schon, nichts desto trotz ein Kriegsverbrechen.
    • Sprachrohr 06.08.2020 18:28
      Highlight Highlight Mag sein, aber als abschreckende Machtdemonstration hätte man weder zwei davon hochgehen lassen müssen noch hätte man Grosstädte hierfür aussuchen müssen...

      Bleibt ein Kriegsverbrechen...
    • Caturix⸮ 06.08.2020 23:12
      Highlight Highlight Vielleicht hätte man einfach eine in ein unbewohnte Gegend in Japan abwerfen sollen. Wenn sie dann nicht aufgeben, ja dann wirft man sie halt in eine Stadt. Schuld ist alleine Japan, die waren genau so schlimm wie die Deutschen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr no 06.08.2020 16:39
    Highlight Highlight Zeigen die japaner irgendwelche reue betreffend ihrer graäueltaten? Zb nanking massaker? Die kriegsgefangenenlager der japaner waren schlimmer als diejenigen der nazis. Bei einem krieg begehen ALLe parteien gräueltaten. Es sollte also jeder zuerst vor der eigenen Haustür wischen
    • PaLve! 06.08.2020 17:09
      Highlight Highlight Trotzdem haben die Amerikaner nie einstecken müssen für ihre begannen Kriegsverbrechen, andere Länder wie Deutschland und Japan schon
    • President Rump 06.08.2020 19:26
      Highlight Highlight Ja die Japaner sollten sich auch einmal entschuldigen. Man muss auch anmerken, dass die Japaner besser davonkamen als die Deutschen, (Nürenburger Gerichtsverfahren, nicht wegen Atombomben) da die Amis in Asien einen Verbündeten gegen die Soviets haben wollten.
    • Swen Goldpreis 07.08.2020 18:33
      Highlight Highlight Huch.... President Rump liest wohl etwas zu viel chinesische Propaganda?

      Japan hat sich seit Kriegsende geschätzt 50 Mal entschuldigt. Vor allem China hat das aber nie akzeptiert und wider besseren Wissens behauptet, dass sich Japan nie entschuldigt habe.

      Eine Liste der Entschuldigungen gibt es übrigens bei Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_war_apology_statements_issued_by_Japan

      Das macht die japanischen Verbrechen nicht besser. Aber zu behaupten, dass Japan nicht zu seiner Geschichte steht, ist nachweislich falsch und vor allem aus Chinas Ecke extrem zynisch.
  • champedissle 06.08.2020 16:05
    Highlight Highlight Ohne die beiden Atombomben hätte der 2. Weltkrieg mit Japan noch rund 1 Jahr länger gedauert, d.h. es hätten mindestens nochmals 2 - 5 Millionen Leute das Leben verloren. Die USA haben Japan mit der A-Bombe in die Knie gezwungen. Das ist eine Realität, auch wenn sie grausam ist. Oft ist es besser "Ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende" zu wählen.
    Der Entscheid damals war absolut richtig und traf ein Land, das seelenlos vergewaltigte, folterte und tötete, wenn man nur an die Verbrechen in China denkt.
    • Liselote Meier 06.08.2020 17:01
      Highlight Highlight Nein, das behaupten nur Leute welche die Sowejtunion und deren Kriegseintritt gegen Japan komplett aussen vor lassen.
    • bebby 06.08.2020 19:25
      Highlight Highlight Vermutlich hat man damals schon einen Schritt weiter gedacht, an die Abschreckungswirkung gegenüber der Sovietunion . Und damit hat man auch verhindert, dass Japan von den Soviets besetzt wurden.
      Beim Ziel haben sie sich auch sehr viel überlegt. Tokio und Kyoto waren ein no go hinsichtlich der zukünftigen Besetzung, Hiroshima und Nagasaki hatten die ideale Topographie für diese „Tests“.
      In Japan selbst hat die Zensurbehörde der Besatzer jegliche Berichte in den Medien dazu jahrelang unterdrückt.
    • President Rump 06.08.2020 19:32
      Highlight Highlight Das stimmt mit den Soviets, jedoch kann ich es verstehen, da Japan nach aussen und innen immer wieder zeigte dass sie bis zum Ende kämpfen werden (auch Frauen und Kinder) dass eine Invasion um den Krieg zu beenden die ungemütlichere Option darstellte, und vielleicht auch verlustreicher gewesen wäre. Ob die Japaner auch ohne Atombomben kapituliert hätten (vorallem wegen den Soviets, welche dem Krieg beitraten) ist nicht sicher. Wir werden es nie erfahren, jedoch denke ich das die Amerikaner in Japan und die Japaner in China und anderen Orten mehr Wiederaufbauhilfe hätten leisten sollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joe Smith 06.08.2020 15:57
    Highlight Highlight All jenen, die immer noch meinen, der Bombenabwurf sei militärisch notwendig gewesen, und auch allen anderen sei diese Doku von Arte wärmstens empfohlen:
    Play Icon

    Dauer der Doku rund 1 1/2 Stunden, die sich aber unbedingt lohnen.
    • President Rump 06.08.2020 19:34
      Highlight Highlight Werde ich mir anschauen, da ich diese Überzeugung zumindest teilweise auch habe. Jedoch lasse ich mich gerne umstimmen.
    • Joe Smith 06.08.2020 23:41
      Highlight Highlight Ich finde es bemerkenswert, dass mir ein simpler Hinweis auf eine Doku von Arte bis jetzt schon 32 Blitze eingebracht hat. Kann mir einer der Blitzer sein Blitzen erklären? Ich frage aus echtem Interesse.
    • DemonCore 07.08.2020 06:44
      Highlight Highlight Die militärische Notwendigkeit des amerikanischen Abwurf zu bestreiten ist ein Hohn gegenüber den Millionen von Opfern des japanischen Faschismus und pure Verachtung gegenüber hunderttausenden Alliierten Truppen im Pazifik. Ihr anklageder Tonfall halte ich für äusserst unangebracht. Deshalb die blitze, auch wenn ich sonst ARTE Dokumentationen schätze. Auch ARTE Macht Fehler und versteift sich manchmal auf Narrative, die historisch unzutreffend sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ichweissmeinennamennichtmehr 06.08.2020 15:23
    Highlight Highlight Wenn er eingesehen hätte das es ein Fehler war, hätte er auch damit leben müssen was sein Betrag dazu war.
    Es ist einfacher daran festzuhalten und es mach einem nicht zum Monster od. Psychopathen.
    • _kokolorix 07.08.2020 07:47
      Highlight Highlight Ich glaube, dieser Mann wäre in Deutschland ein überzeugter SS-Offizier gewesen.
      Selbstverständlich hatte er zur Tatzeit keine Wahl und musste den Befehl ausführen. Aber das Verhalten nach dem Krieg offenbart eben genau den Psychopathen. Ein normaler Mensch hätte zumindest die unnötigen zivilen Opfer bedauert
  • DemonCore 06.08.2020 15:13
    Highlight Highlight Niemand auf dieser Online-Zeitung gedenkt den Zehntausenden Amerikanischen, Britischen, Neuseeländischen, Australischen und Niederländischen Soldaten, die im Pazifikraum ihr Leben liessen um den Japanischen Faschismus zu bekämpfen. Im Gegenteil, man bildet sich auf seinen dumpfen Hass auf alles Amerikanische noch etwas ein, wie wir jedesmal lesen dürfen wenn es um Israel, den Irak oder Afghanistan geht.
    • Hierundjetzt 06.08.2020 15:51
      Highlight Highlight Silent, please be Silent 😪 In Geschichte wohl einen Totalausfall?
    • Superreicher 06.08.2020 15:52
      Highlight Highlight 100'000 Zivilisten zu opfern für 10'000 Soldaten (auf beiden Seiten) ist klar ein Kriegsverbrechen.
    • IZO 06.08.2020 15:52
      Highlight Highlight Krieg ist nur was für Wahnsinnige( Once up in a time on a battlefield, Koreanischer Kriegsfilm. Ein Meisterwerk sondergleichen). Mann musste den Japanern einhalt gebieten aber 2 Atombomben zu Zünden wahr ......... mir fehlen bis heute die Worte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DemonCore 06.08.2020 15:12
    Highlight Highlight Ich finde es interessant, dass wir jedes Jahr Hiroshima gedenken, und dutzendfach mehr oder weniger dieselben Artikel mit den selben zu Tode geredeten Standpunkten vorgesetzt bekommen.

    Niemand redet bspw. über das Nanking-Massaker, keine rührseligen, anklagenden oder mitleidige Artikel für die Hundertausenden ermordeten und vergewaltigten Chinesen. Wir lesen nichts über den Todesmarsch, den die Japaner mit den Alliierten Kriegsgefangenen in Burma durchführten.
    • Miracoolix 06.08.2020 15:29
      Highlight Highlight Hat mit dem bisher einzigen Einsatz einer Atombombe zu tun, eine Waffe welche über Jahrzehnte die Bevölkerung krank macht, den Boden Generationen lang versäucht bleibt, aber die anderen waren viel schlimmer!! Die Amis haben die Welt gerettet, blablabla...Selbstkritik täte auch den USA mal gut.
    • Hierundjetzt 06.08.2020 15:54
      Highlight Highlight Die USA waren die einzigen die uns gerettet haben. Alle. Sonst wären wir nun im Deutschen Reich und Thailand, Indonesie, China etc Japanisch.

      Aber das verdrängt man als selbstgerechter überheblicher Schweizer, der rein gar nichts dazu beitrug (Mein OpA mUsStE 3x Kartoffeln essen im dIeNsT) gerne. Ich verstehs.
    • DemonCore 06.08.2020 16:07
      Highlight Highlight Miracolix, in ihrem blinden Bruderhass verkennen sie die Tatsachen: In den USA gibt es dutzende Bücher, Redner, Aufsätze, Filme und Tondokumente die sich äusserst kritisch mit der Amerikanischen Strategie befassen. In Japan gibt es 0 öffentliche Debatte, 0 Aufarbeitung und 0 Mitleid oder Scham gegenüber den anderen asiatischen Völkern oder den Amerikanern und Australiern.

      Japan hat ein Hospitalschiff versenkt, hunderte Krankenschwestern ertranken. Japan hat sich gut ein Jahrzehnt lang durch ganz Asien geschlachtet und Millionen von Menschen umgebracht, die meisten davon mit Spaten und Säbeln.
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  • Waskrasses 06.08.2020 15:09
    Highlight Highlight Massaker von Nanking
    Massaker von Manila
    Todesmarsch von Bataan
    Pearl Harbour
    Die Japaner waren zu dieser Zeit Bestien (zumindest die Japanischen Streitkräfte)
    Die haben !!!Millionen!!! Zivilisten und Kriegsgefangene massakriert. Auf abscheulichste Weise hingerichtet. Dazu kommen noch zig zig zig tausende Vergewaltigungen. Jemand musste die Japaner stoppen.
    Und ein Krieg auf dem Festland Japans wäre kaum machbar gewesen.
    • Miracoolix 06.08.2020 15:34
      Highlight Highlight Also haben es die japanischen Opfer verdient durch die unmenschlichste, skrupelloseste und gefährichste Waffe überhaupt getötet zu werden? Agent Orange war auch notwendig in Vietnam oder?
    • Waskrasses 06.08.2020 15:54
      Highlight Highlight Nein die japanischen Atombomben-Opfer haben den Tod genau so wenig verdient wie die Millionen Opfer der Japaner. ( lebendig begraben lebendig verbrannt geköpft erschossen ertränkt usw usw usw usw)
      Was Agent Orange mit dieser Thematik zu tun hat, erschliesst sich mir nicht. Das war über 20 Jahre später.
    • Neruda 06.08.2020 17:08
      Highlight Highlight Die Japaner hatten zum Zeitpunkt des Atombombenabwurfs schon keine Kriegsflotte mehr. Sie waren keine Gefahr mehr. Man hätte einfach ein wenig länger verhandeln müssen. Die japanischen Gesandtschaften wurden über die Verhandlungswilligkeit der eigenen Regierung informiert und man suchte Vermittler. Die USA wusste dies, da sie diese Nachrichten abfingen. Die Bomben wurden von den Amis nur für den guten alten Phalusvergleich benötigt. Ein bisschen viele Tote und Leiden für reine Symbolpolitik, nicht?
  • maylander 06.08.2020 15:06
    Highlight Highlight Die Japaner sind die letzten, die sich um die fehlende Aufarbeitung der Geschichte beschweren müssen.

    Die Japaner haben in Nanking (damals Hauptstadt Chinas) während zweier Tage genau soviel Menschen ermordet, wie in Hiroshima umgekommen sind.
    Mit Pistolen und Messern grausam massakriert.
    Der US Pilot hat nur einen Knopf gedrückt und sich nicht am Leiden seiner Opfer ergötzt.

    Ein japanischer Kämpfer der das Kriegsende nicht mitbekommen hatte und ein Dutzend Filipinos ermordet hatte wurde bei seiner Rückkehr als Held gefeiert.
    • Knacker 06.08.2020 15:29
      Highlight Highlight eigentlich hat Tibbets nicht mal den Knopf gedrückt, sondern nur das Flugzeug geflogen. Der Bombenschütze war Thomas Ferebee, der hat auch nie Reue gezeigt: "it was a job that had to be done" steht in der englischen Wikipedia über ihn.
    • Superreicher 06.08.2020 15:53
      Highlight Highlight "Der US Pilot hat nur einen Knopf gedrückt und sich nicht am Leiden seiner Opfer ergötzt." Im Nachhinein schon. Sonst gäbe es nichts zu feiern.
    • maylander 06.08.2020 16:45
      Highlight Highlight @Superreicher

      Zu feiern gab es das Ende des zweiten Weltkriegs als direkte Folge des Bombenabwurfs.

      Die japanischen Gräueltaten dagegen hatten Null Strategischen Wert.


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  • dan2016 06.08.2020 14:36
    Highlight Highlight einfach so 2 Fragen an die Konsens-Watson-Lesergemeinschaft:
    1. Was denkst Du, wären die Bomben im 2. WK nicht abgeworfen worden, wären diese NIE kriegsmässig eingesetzt worden? Ich denke, sie wären im Koreakrieg eingesetz worden. Vermutlich mit 100 Mal schrecklicheren Auswirkungen.
    2. Wie hättet Ihr den 2 WK beendet?
    • Peter Vogel 06.08.2020 15:11
      Highlight Highlight Die Atombombe wäre auf jeden Fall eingesetzt worden, einfach später.
      Schwierige 2. Frage. Evtl. Hätte man little boy einfach 25 km vor Tokyo ins Meer werfen können um den Japanern aufzuzeigen, dass der Krieg verloren ist.
    • Knacker 06.08.2020 15:25
      Highlight Highlight @Peter Vogel, ich glaub nicht dass das auf die Japaner gross und nachhaltig Eindruck gemacht hätte, die hätten das wohl eher als Schwäche und Feigheit ausgelegt à la "Da hat man eine Superwaffe und ist nicht mal mannsgenug sie auch einzusetzen"
    • Karaka 06.08.2020 15:39
      Highlight Highlight Zu 2. Der Ursprüngliche Plan der USA war es die Bombe auf ein nicht bewohntes Gebiet abzuwerfen. Jedoch wollte man sehen wie sich die Bombe auf ein städtisches Gebiet auswirkt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bee89 06.08.2020 14:20
    Highlight Highlight Die USA ist so ein heuchlerisches Land. Den Atombombenangriff nachspielen.. aber stell dir vor die Japaner würden Pearl Harbor nachspielen, da wäre der Aufschrei riesig.
    Und heute morgen im Radio in einem Beitrag über Hiroshima diesen sehr eindrücklichen Satz gehört:
    "Die Bevölkerung von Hiroshima wurde nicht einfach vor 75 Jahren attackiert, die Überlebenden leiden seit 75 Jahren unter der Attacke". Denn die gesundheitlichen Folgen sind immer noch immens.
    • _Qwertzuiop_ 06.08.2020 15:04
      Highlight Highlight Die Gruppen der USA waren im Weltlager der Pfadfinder in Japan 2015 auch die einzigen, die es am 6.8 nicht für nötig gehalten haben, sich an der Schweigeminute zu beteiligen und die Fahnen nicht auf Halbmast runter geholt haben. Leider scheinen viele nichts dazu gelernt zu haben...
    • DemonCore 06.08.2020 15:15
      Highlight Highlight Was ist deine Meinung zum von Japanern an Chinesen verübten Nanking-Massaker? Zur Terrorherrschaft Japans in Korea? Ist Japan auch ein heuchlerisches Land, oder können das nur die USA sein?
    • Miracoolix 06.08.2020 15:36
      Highlight Highlight Democore: Whataboutism?
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  • Drangue 06.08.2020 14:16
    Highlight Highlight Selbst in Japan sind sich viele einig: Wären die Atombomben nicht gewesen, wären die Opfer um einiges Höher gewesen und der Norden wohl an Russland gefallen, welche auch eine Invasion auf Japan plante. Eine Invasion auf Japan hätte mehrere Millionen Todesopfer bedeutet auf allen Seiten und Japan wäre vielleicht wie Deutschland in einen russischen und amerikanischen Sektor aufgeteilt worden und hätte wie Korea geendet (mir ist klar die Sowjets waren nicht in Korea). Die Atombomben waren sehr übel, aber damals die einzige Möglichkeit eine Invasion mit Millionen Toten zu verhindern.
    • lily.mcclean 06.08.2020 15:58
      Highlight Highlight Wow diese Logik, dann sind wir aber schon froh das man eine hochgefährliche Massenvernichtungswaffe auf 2 Städte voller Zivilisten abgelassen hat. *applaus*
    • Liselote Meier 06.08.2020 16:57
      Highlight Highlight Nein die Sowjetunion war in Nordkorea einmarschiert im Zuge der Mandschurei Offensive bis zum Landungspunkt der Amerikaner in Korea.

      Das gros der japanischen Landstreitkräfte ging während der Mandschurei Offensive drauf und ging in Kriegsgefangenschaft.

      Das japanische Festland war in diesem Zustand gar nicht mehr zu verteidigen, was die japanische Führung auch eingesehen hatte und anfing die Kapitulation zu sondieren, die hatten auch gar keine Ressourcen mehr und auch keinen Sprit mehr.


    • Neruda 06.08.2020 17:21
      Highlight Highlight Dein letzter Satz. Der stammt 1 zu 1 aus dem Propagandaaufsatz der amerikanischen Regierung, mit welchem sie nach Bekanntwerden der katastrophalen Folgen der Atombombenabwürfe, die Diskussion um Sinn und Zweck unterbinden wollten. À la wenn du gegen die Bombe bist, bist du für 1 Million amerikanischer Tote. Sie war erfolgreich damit, bis heute, wie du beweist.
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  • davej 06.08.2020 14:09
    Highlight Highlight Niemand darf darüber schreiben, weshalb Japan gestoppt werden musste. Niemand schreibt darüber das der Kaiser damals ein "Anti-Kommu-Pakt" mit Hitler abgeschlossen hatte. Dieses Japan hat 14 Millionen Chinesische Zivilisten getötet!!! Die hälfte davon wahre Frauen und Kinder. Vergewaltigungen und Massenmord. Japan hat nicht nur gegen die USA Krieg geführt, sie haben halb China eingenommen. Diese Kriegsverbrechen werden in Japan bis heute Jährlich gefeiert. Abscheulich das die Westlichen Medien diese Tatsachen seit 75 Jahren Ignorieren!
    • Hierundjetzt 06.08.2020 15:01
      Highlight Highlight Merci. Was die Japaner in China angerichtet haben wird noch so gerne ausgeblendet. Dagegen waren die Deutschen in Russland Pfadfinder.

      Das Truman die bedingungslose Kapitulation forderte und Japan x-mal nein gesagt hat, nein Sie wollten Verhandeln.

      Klar.
    • Alnothur 06.08.2020 15:15
      Highlight Highlight "Niemand darf darüber schreiben, weshalb Japan gestoppt werden musste."

      Das hat doch die USA kein Bisschen interessiert, ebenso wie es ihnen egal war, was in den Deutschen KZs geschah. Die USA ist in den Krieg eingetreten wegen Pearl Harbour, und um die Verbündeten zu unterstützen. Die Kriegs- und anderen Verbrechen der Gegner waren lediglich willkommenes Propagandafutter.
    • Superreicher 06.08.2020 16:02
      Highlight Highlight Wenn es so ist, dass japanische Zivilisten getötet werden durften für die Taten anderer in China, dann war die Bombardierung der deutschen Städte auch kein Kriegsverbrechen. In deutschen Städten starben viele unschuldige Menschen, Zivilisten, darunter Kinder. Viele, die niemals für Hitler gestimmt hatten, und niemals den Angriff auf Polen und die nachfolgenden Siege feierten. Wie in Hiroshima und Nagasaki auch viele unschuldige Menschen sterben mussten. Widerlich ist, dass die Amerikaner dies im Nachhinein noch feiern.
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  • diderot 06.08.2020 13:44
    Highlight Highlight Ich finde es wichtig, dass bei diesem Thema mindestens erwähnt wird, dass es sich bei den beiden Abwürfen nach allen ernstzunehmenden Definitionen um Kriegsverbrechen und um Verbrechen gegen die Menschlichkeit gehandelt hat, für die niemals irgendjemand gerichtlich belangt worden ist.
    • Hierundjetzt 06.08.2020 15:01
      Highlight Highlight Nein. War es nicht. Die UNO gibts erst seit 1946.
    • Alnothur 06.08.2020 15:19
      Highlight Highlight Das hat mit der UNO herzlich wenig zu tun.
    • DemonCore 06.08.2020 15:19
      Highlight Highlight Wenn du einen heutigen Massstab an frühere Geschehnisse anlegst ist das etwas... ungeschickt. Und selbst wenn dieser Massstab gerechtfertigt wäre, dann wäre die USA das letzte Land gewesen im 2. WK das sich schuldig gemacht hat. Guernica, Nanking, Warschau, Rotterdam, Coventry, Dresden, Hamburg, Köln kamen alle vorher. Buchstäblich jede andere Kriegspartei hat vor den Amerikanern Grossstädte in Schutt und Asche gelegt. Auch die verantwortlichen dieser Bombenkampagnen wurden nicht als Kriegsverbrecher verurteilt.
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  • m!k 06.08.2020 13:28
    Highlight Highlight Und ein weiteres Kapitel:
    "Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.".

    Mahatma Gandhi.
  • Nubia 06.08.2020 13:19
    Highlight Highlight Für mich ist es ein Massenmord demnach braucht es keine Lorbeeren
  • givemeajackson . 06.08.2020 12:51
    Highlight Highlight Tibbets ist ein mustersoldat. Vollständig entmenschlicht, überzeugt von dem, was man ihm befahl. Sie werden ihn nicht ohne grund für diese Mission ausgewählt haben. Und wenn nicht ihn, dann hätten sie einen anderen gefunden, der wohl nicht minder überzeugt gewesen wäre. Die wahren Monster sassen weiter oben in der Befehlsstruktur.
    • Superreicher 06.08.2020 15:51
      Highlight Highlight Einer, der ohne Zwang blind seinen Vorgesetzten gehorcht, ist ebenfalls ein Monster. Jedenfalls kein Mensch. Ein Mensch handelt aus freiem Willen und trägt die Verantwortung für sein Handeln.

      Möglich ist aber auch, dass der Pilot überzeugt war von der Richtigkeit seiner Mission. Aber auch das rechtfertigt nicht die spätere Freude über den historischen Bombenabwurf. Wobei die Tötung resp. die Inkaufnahme von Tausenden von Todesopfern unter der Zivilbevölkerung keine glorreiche oder rumreiche Tat darstellt. Eher zeugt sie von eine feigen Haltung des Militärs.
    • voni2 06.08.2020 17:04
      Highlight Highlight @Superreicher:
      Etwas Off-Topic aber trotzdem:
      "Ein Mensch handelt aus freiem Willen...".
      Wissenschaftlich ist das höchst umstritten. Vieles deutet darauf hin, dass der freie Wille eine Illusion ist.
    • voni2 07.08.2020 09:45
      Highlight Highlight @Izak: Dein Handeln wird durch dein Gehirn gesteuert und dieses Gehirn kann man erforschen.
      Wenn man an einen freien Willen glaubt, kann man das machen. Ist halt einfach ein Glauben.
      Wissenschaftlich spricht alles dagegen.
      Hier ein sehr spannendes Video dazu:
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  • Milchkanne 06.08.2020 12:42
    Highlight Highlight War mal in Hiroshima und das Museum ist schon sehr eindrücklich und zeigt die Grausamkeit dieser Bombe. Allerdings verstehe ich Tibbets. Er war Soldat und hatte einen Auftrag, den Krieg zu verkürzen (ob die Bombe wirklich der Auslöser schlussendlich war ist eine andere Geschichte). Darum verstehe ich ihn dass er kein schlechtes Gewissen hatte.
    • Walter Sahli 06.08.2020 14:04
      Highlight Highlight Normale Menschen haben nach so einer Massentötung mehr als ein schlechtes Gewissen, ungeachtet der Hintergründe. Nur Psychopathen nicht. Die Schuld auf die Uniform zu schieben, dass man ein Monster war, ist einfach nur billig.
  • Sparkling Rose 06.08.2020 12:42
    Highlight Highlight Das richtige getan zu haben??
    Wie krank muss man sein, um zehntausende Menschen auszulöschen und es nicht zu berreuen.
    Jedem Menschen sollte spätestens nach dieser schrecklichen Tat bewusst werden, dass er gerade viele, viele unschuldige Menschenleben auf dem Gewissen hat.
    Einfach nur ekelerregend dieser Mann.
    • maylander 06.08.2020 15:13
      Highlight Highlight Ansonsten wären viel mehr Menschen gestorben. Grösse Teile Ostasiens waren immer noch von Japan besetzt.
    • Neruda 06.08.2020 17:28
      Highlight Highlight @maylander Japan hatte bereits keine funktionierende Marine mehr. Viel hätten sie nicht mehr anstellen können.
    • DemonCore 07.08.2020 06:57
      Highlight Highlight Das einzige was bei mir Ekel erregt sind die achso moralischen Engelchen, die 75 Jahre später Schulnoten verteilen und den Helden des Sieges gegen den Faschismus erklären wollen, wie sie es hätten besser machen sollen.
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  • Scaros_2 06.08.2020 12:40
    Highlight Highlight Was auch noch extrem ist. Nach Hiroshima haben viele Menschen die überlebt hatten auch ihre ganzen Ländereien etc. verloren. Die Gebäude in jenem die Papier gelagert warn welche Besitz von Land etc. zeigen waren vernichtet. Teils haben Leute den kompletten Besitz verloren und alles wurde neu verteilt. Das Museum in Hiroshima lohnt sich extrem. Es schaudert einem teils richtig was man zu sehen bekommt.
    • Liselote Meier 06.08.2020 12:58
      Highlight Highlight Na das würde ich eher das einzig Positive nennen.
      Japan war zu der Zeit eine extrem feudalistische Gesellschaft.
  • Knacker 06.08.2020 12:04
    Highlight Highlight Aus heutiger Sicht ist der Einsatz der Atombomben klar ein Verbrechen. Das historische Ereignis sollte aber auch nicht mit heutigen moralischen Massstäben bewertet werden, sondern im Kontext des damaligen Zeitgeists.
    • eddie_c 06.08.2020 14:19
      Highlight Highlight Was für ein Kontext des Zeitgeist? Die kaiserliche Armee war weit von einer Kapitulation entfernt. Die Amis haben ihre Optionen im Vorfeld abgewogen.
    • Knacker 06.08.2020 15:08
      Highlight Highlight @eddie_c, ist richtig was Sie schreiben. Mit Kontext des Zeitgeist meine ich zB dass die Welt 1945 seit 6 Jahren in einem grausamen Krieg lag und keine Kriegspartei war mehr irgendwie zimperlich mit dem Feind. Zudem war der Einsatz der Atomwaffen auch eine Machtdemonstration gegenüber Stalin. 1945 war allen klar wie die weltpolitischen Rivalitäten nach dem Krieg sein werden.
    • Joss 06.08.2020 16:13
      Highlight Highlight Gut, wenn du bereit wärst, dass auch bei Stalin zu tun.
      Aber nein, es war und bleibt ein unvergleichliches Kriegsverbrechen. Japan war schon geschlagen und die 70'000 Menschen mussten nur für eine Machtdemonstration sterben mit der die USA ihre Weltherrschaft anstrebten (America was great then).
      Ein Tip, lesen "On Western Terrorism: From Hiroshima to Drone Warfare" von Noam Chomsky und Andre Vltchek.
      Und sonst, jeden Abend beten "Amerika erlöse uns..."
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